Zu Gast bei Bundespräsident Köhler


Werner Funck überreicht ein Buchgeschenk an Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau.
Eva Luise Köhler, Gloria Penayo de Duarte, Roswitha Funck und Werner Funck

Aus Anlass des Staatsbesuches des Präsidenten von Paraguay, Nicanor Duarte Frutos und seiner Frau Maria Gloria Penayo de Duarte, in Deutschland, luden Bundespräsident Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler den AMG-Vorsitzenden Werner Funck und seine Frau Roswitha zu einem Empfang und Abendessen für den 14. Oktober in das Schloss Charlottenburg in Berlin ein.

Beim Empfang und Abendessen wurde uns durch Gespräche erkennbar, dass die ca. 180 Gäste alle in irgendeiner Beziehung zu Paraguay stehen, seien es Personen aus Industrie, Politik und Sport, Vertretende von Initiativen wie "Lima-Kinderhilfswerk e.V.", "Indianerhilfe Paraguay e.V.", "Rexroth-Stiftung" oder einer Schule, die mit der Goetheschule in Asuncion einen Schüleraustausch pflegt und viele andere mehr.

In seiner Rede ging Bundespräsident Köhler u. a. auf die Bedeutung und den Beitrag der Mennoniten in Paraguay betreffs Werte und Wirtschaft ein. Er dankte dem Präsidenten und damit dem Land Paraguay für die Aufnahme der vor und nach dem 2. Weltkrieg aus Russland geflüchteten und heimatlos gewordenen Mennoniten. Mit einem Hinweis, dass auch etliche Mennoniten im Saale seien, verwies er indirekt auf die Mennoniten innerhalb der paraguayischen Delegation, die Ämter in Politik und Wirtschaft übernommen haben, auf die Frau des paraguayischen Präsidenten, die Mitglied einer spanischsprachigen Mennoniten-Brüdergemeinde in Asuncion ist, und uns, die AMG-Vertretung.

Der Präsident von Paraguay berichtete in seiner Rede von seinem und der Regierung Kampf gegen die Korruption und den grossen Bemühungen, die finanzielle, wirtschaftliche und soziale Lage im Land in Griff zu bekommen. Auch er würdigte die Werte, die die "Siedler" ins Land gebracht haben.

Wir hatten die Gelegenheit, die mennonitischen Mitglieder in der paraguayischen Regierungsmannschaft und deren Ehefrauen kurz zu sprechen. Sie baten uns, für sie und ihre Arbeit zu beten, da sich ihr Land in einer schwierigen Umbauphase befände.

Höhepunkte dieses Abends waren zweifellos unsere direkten Begegnungen mit den paraguayischen und deutschen Präsiendentenehepaaren. Mit dem paraguayischen Präsidentenehepaar unterhielten wir uns über die Hilfen der deutschen Mennoniten für soziale Projekte in Paraguay und übereichten ihnen einen englischsprachigen Bildband über mennonitische Kunst weltweit inclusiv Paraguay. Ausserdem übermittelten wir ihnen unseren Dank, dass die Regierung Paraguays dem Druck der USA, Truppen für den Irak-Krieg zur Verfügung zu stellen, nicht nachgegeben hatte. Dem Präsidentenehepaaar Köhler übereichten wir den gerade neu erschienen Geschichtsband über uns, die Mennoniten und dankten ihnen für die Einladung einer Vertretung der deutschen Mennonitengemeinden zu diesem Empfang.

An diesem Abend im Schloss Charlottenburg erlebten wir in unseren Gesprächen ein grosses Interesse an uns Mennoniten aufgrund der Kontake und Beziehungen, die die Anwesenden mit Paraguay und damit mit Mennoniten haben. So empfanden wir es als wertvoll, Gesprächs-partnerInnen Informationen und Antworten gegeben und gegenüber den Staatsoberhäuptern und der paraguayischen Delegation die deutschen Mennoniten verteten zu haben.

Werner und Roswitha Funck

 

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